Handchirurgie2020-05-15T16:08:05+02:00

Handchirurgie

Erkrankungen und diverse Behandlungsmethoden.

Schnellender Finger

Beim schellenden Finger handelt es sich um eine Sehnengleitstörung der Hand. Es ist eine anlagebedingte Erkrankung und entsteht durch einen deutlichen Größenunterschied zwischen der Beugesehne und der sie umhüllenden Sehnenscheide. Durch mechanische Überlastung oder degenerative Veränderungen kann es zu einer knotigen Verdickung der Sehne kommen und somit zu einer Behinderung der Fingerstreckung. Das Strecken des Fingers ist hierbei oft mit großer Mühe und Schmerzen verbunden und erfolgt mit einem ‘’Schnappen’’.

Symptome

Die klarsten Symptome sind eingeschränkte Streckfähigkeiten des Fingers, sowie eine tastbare Verdickung der Sehne. Zuvor kommt es jedoch zu nicht zuschreibbaren Schmerzen und Schwellungen im Bereich der Fingergrundgelenke. Am häufigsten betroffen ist der Daumen, es ist jedoch auch möglich, dass mehrere Finger gleichzeitig davon betroffen sind.

Diagnose

Die Diagnose findet durch mich als Fachärztin statt. Im Anfangsstadium der Erkrankung lässt sie sich durch das Betasten der knotigen Verdickung der Sehne und an einem Taubheitsgefühl oder kurzzeitigen Versteifungen des Fingers erkennen. Im fortgeschritteneren Stadien tritt dann auch das typische ‘’Schnappen’’ auf.

Therapie

Solange das ‘’Schnappen’’ noch nicht besteht kann eine konservative Behandlungsmethode. Das heißt, dass der betroffene Finger mit Salben und Injektionen behandelt werden kann. Wenn die Maßnahmen jedoch nicht helfen oder das ‘’Schnappen’’ schon besteht, wird ein operativer Eingriff nötig. Im Gegensatz zur Brustvergrößerung, welche der ästhetischen Medizin angerechnet wird, handelt es sich hier um die rekonstruktive plastische Chirurgie. Der Eingriff findet in Lokalanästhesie statt und das Ringband wird durch einen kleinen Schnitt gespalten. Anschließend wird der Schnitt wieder vernäht und ein Kompressverband angelegt.

Karpaltunnelsyndrom

Wenn es zur Einengung des Mittelnervs im Bereich der Handwurzel kommt spricht man vom Karpaltunnelsyndrom. Es handelt sich um das häufigste Nervenengpassyndrom und wird auch als KTS oder CTS abgekürzt. Die Folgen durch Druckschadens des Nervs sind Gefühlsstörungen am Daumen, Zeige, Mittel- und der inneren Hälfte des Ringfingers. Wenn keine schnelle Entlastung erfolgt kann es zu irreparablen Schäden kommen.

Symptome

Wie schon erwähnt sind Gefühlsstörungen das ausschlaggebendste Symptom – gemeint sind hiermit Taubheitsgefühl, Kribbeln und das ‘’Einschlafen’’. Hinzukommen nächtliche Schmerzen, welche durch ein kurzes ausschütteln der Hand wieder verschwinden, und ein zunehmender Kraftverlust im Bereich der betroffenen Finger. Wenn lange Zeit nicht eingegriffen wird, kann es sogar zu einem dauerhaften ‘’einschlafen’’ kommen.

Diagnose

Bei Verdacht auf die Krankheit kann eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt werden. Die findet meistens bei Fachärzten für die Neurologie oder der physikalischen Medizin statt und beinhaltet die Kontrolle mithilfe einer Nervenleitgeschwindigkeitsmessung. Wird der Verdacht bestätigt kann die Operation bei mir geplant werden.

Therapie

Diese Krankheit bedarf eines operativen Eingriffes. Ein kleiner Schnitt wird in die Hohlwand gesetzt, durch welchen das Dach des Karpaltunnels längs gespalten wird um die Druckwirkung auf den darunterliegenden Nerv zu lösen. Nach der Operation wird dünner Schutzverband angelegt, um die Beweglichkeit der Finger zu erhalten. Die Schmerzen werden sofort verschwunden sein, jedoch kann das Taubheitsgefühl noch einige Wochen anhalten.

Sehnenscheidenentzündung

Durch ungewohnte und übermäßige Arbeitsbelastungen der Hand kann es zur Einengung des Sehenenfaches am Handgelenk oder Daumen kommen. Besonders oft betroffen ist hier das Handgelenk. Das Gewebe im Sehnenfach stellt einen dünnen Flüssigkeitsfilm her. Durch die übermäßige Beanspruchung kann es nun dazu kommen, dass dieser Film nicht mehr produziert wird und Sehnen an dem Sehnenfach hängen bleiben können. Eine Sehnenscheidenentzündung ist die Folge.

Symptome

Zu den Symptomen zählt hauptsächlich ein stark ziehender Schmerz an den Sehnen im Handgelenk und Unterarm, welcher bei Bewegung von diesen entsteht. Bewegungseinschränkungen sind keine Seltenheit. Wenn es zu keiner Behandlung der Entzündung kommt, wird diese chronisch und es kann zu Schwellungen und Rötungen im Bereich der Sehnen kommen.

Diagnose

Aufgrund der charakteristischen Symptome kann ein Arzt eine Diagnose stellen. Wenn es jedoch Unsicherheiten gibt, kann eine Ultraschalluntersuchung herangezogen werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Therapie

Die akute Sehnenscheidenentzündung lässt sich durch eine mehrwöchige Ruhigstellung und Kühlung des Handgelenkes oder Daumens heilen. Wenn es jedoch immer wieder zu einem Rückfall kommt oder sich eine chronische Krankheit entwickelt, wird zu einem operativen Eingriff geraten.

Bei dieser chirurgischen Behandlung wird unter Lokalanästhesie ein Schnitt bei der Haut über dem Sehnenfach gesetzt und dieses anschließend der Länge nach aufgeschnitten um die verengte Stelle zu lösen und Entlastung zu bringen.

Ganglion (Überbein)

Gutartige Geschwulstbildungen werden als Ganglion oder Überbein bezeichnet. Diese treten besonders oft bei der Handgelenkkapsel oder bei Sehnen auf, können jedoch überall wo Gelenkkapseln und Sehnen zu finden sind, entstehen. Es handelt sich um eine sicht- und spürbare Schwellung, welche oft mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Besonders oft sind Frauen zwischen zwanzig und vierzig Jahren betroffen, doch auch Männer und Kinder bleiben hiervon nicht verschont. Ursachen sind bisher noch unklar, es wird jedoch angenommen, dass es einen Zusammenhand zwischen starker Beanspruchung und der Bildung von Ganglien gibt.

Symptome

Schmerzen die meist unter Belastungen stärker werden, da benachbarte Nerven gestört werden sind der Fall. Folglich kann es zu Bewegungseinschränkungen kommen. Da diese meist sichtbar sind, empfinden viele Betroffene das Ganglion auch als ästhetisches Problem.

Diagnose

Die Diagnose lässt sich durch die typischen Auffälligkeiten meist mit einem Blick stellen. Wenn Ganglien in den Gelenkkapseln versteckt bleiben oder in den Knochen eindringen, können diese mithilfe eines Röntgenbildes diagnostiziert werden.

Therapie

Ganglien müssen meist nicht operativ entfernt werden, da sie meist harmlos sind. Wenn es aber zu starken anhaltenden Schmerzen oder optisch sehr störenden Vorwölbungen kommt, wird zu einem chirurgischen Eingriff geraten, bei welchem das Ganglion durch einen Schnitt entfernt wird und Entlastung geschaffen wird. Oft kommt es jedoch zu einem Wiederauftreten der Geschwulstbildung.

Nervenrekonstruktion

Sei es zum Essen und Trinken oder zum Zeichnen und Musizieren – durch ein Zusammenspiel aus Nerven und Muskeln ist es uns möglich unsere Hände für ganz viele Tätigkeiten zu nutzen. In Folge von Unfällen, Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen oder Auch Tumoren, kann es zu einer Schädigung von Muskeln und Nerven kommen. Es entstehen Funktionseinschränkungen wie Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühl und Lähmungen.

Wenn diese Nervenschädigung frisch ist können durchtrennte Nerven im Rahmen einer Operation wieder zusammengenäht werden. Verläuft die Operation erfolgreich, kommt es zu einem erneuten Einwachsen ins periphere Nervensystem und zur Wiedererlangung der Sensibilität.

Um die entsprechend richtige Behandlung durchführen zu können ist eine klare Diagnose wichtig. Diese findet meist bei einem Facharzt für die Neurologie statt. Eine anschließende präzise Planung und Durchführung der Operation ist ebenso von höchster Wichtigkeit, welche ich als Fachärztin für die plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie bestens beherrsche.

  • Lokalanästhesie (auf Wunsch mit Sedierung)
  • Behandlungsdauer: 30-60 Minuten
  • Tagesklinisch
  • Schmerzen: gering

Dupuytren’sche Kontraktur

Die Dupuytren’sche Kontraktur ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes, welche meist in der Hohlhand entsteht. Das Bindegewebe verändert sich, wird strangförmig dicker, bildet Knoten und wird kürzer. Mit der Zeit führt das zur Einkrümmung der Finger. Es handelt sich hierbei um eine langsam voranschreitende Krankheit, welche von Phasen des Stillstands und der schnelleren Weiterentwicklung charakterisiert werden kann. Es ist nicht eindeutig zu erklären, was hierbei die Ursache ist, jedoch kann die Bereitschaft zu dieser Erkrankung vererbt werden. Männer sind besonders oft betroffen.

Symptome

Anfangs gibt es keine eindeutigen Symptome die auf die Krankheit hinweisen. Später kommt es zu den typischen Anzeichen wie den gekrümmten Fingern. Schmerzen sind eine Seltenheit und kommen, wenn, dann in späteren Stadien aufgrund der Bewegungseinschränkung vor. Besonders häufig sind der kleine und Ringfinger betroffen. Daumen und Zeigefinger dagegen weniger.

Diagnose

Da im Anfangsstadium keine typischen Symptome vorhanden sind, kommen andere Handerkrankungen, wie zum Beispiel das Karpaltunnelsymptom, in Frage. In etwas fortgeschritteneren Stadien ist die Diagnose jedoch aufgrund der eindeutigen Symptomatik sehr einfach.

Therapie

Ein operativer Eingriff wird hier bloß bei raschem Voranschreiten und einer Einschränkung der Handbewegungen empfohlen. Heilbar ist sie leider nicht und die Rezidivrate dementsprechend sehr hoch. Bei der chirurgischen Behandlung wird ein kleiner Schnitt gesetzt, bei dem der Zugriff auf die Hohlhand ermöglicht wird. Dort wird anschließend das krankhaft veränderte Gewebe entfernt. Es wird strengstens darauf geachtet keine naheliegenden Nerven oder Blutgefäße zu beschädigen.

  • Narkose
  • Behandlungsdauer: je nach Ausmaß
  • 1 Übernachtung
  • Nahtentfernung: nach 2 Wochen
  • Schmerzen: gering

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