Narbenkorrektur2020-05-15T17:07:01+02:00

Narbenkorrektur

Jede Narbe kann optisch korrigiert werden. Narbenbildung hängt außerdem mit vielen Faktoren zusammen und kann noch in der früheren Phasen beeinflusst werden. Lesen Sie hier, wie das funktioniert.

Narbenbildung

Narben entstehen durch den natürlichen Prozess der Heilung von verletztem Hautgewebe. Meist ist das die Folge von Verbrennungen, Unfällen, chirurgischen Eingriffen, Hautkrankheiten, Akne und weiteren Hautverletzungen. Der Verlauf zeichnet sich dadurch, dass die betroffene Stelle anfangs gerötet ist – ideal wäre es dann, wenn am Ende des Heilungsprozesses bloß eine leichte Kontur zu sehen ist. Wenn die Wundheilung jedoch nicht wie erwartet abläuft, kann es zu lebenslangen Narben kommen.

Neben der eingeschränkten Bewegungsfreiheit leiden Patienten vermehrt darunter, dass Narben oft unschön wirken. Das ist besonders dann der Fall, wenn es an sichtbaren Körperstellen ist, wie zum Beispiel den Armen und Beinen, oder auch dem Gesicht.

Narbentypen

Prinzipiell beeinflussen verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel das Alter, genetische Dispositionen, Ort der Narbe, Wundinfektionen die Entwicklung der Narbe. Aus einem Zusammenwirken dieser Faktoren entsteht dann eine von drei möglichen Narbenformen zwischen denen unterschieden wird:

Atrophe Narbe (eingesenkte Narbe)

Eingesenkte Narben sind oft die Folge von Akne. Hierbei reicht die Bildung der neuen Bindegewebsfasern nicht und die Narbe wird somit eingesenkt und sitzt etwas tiefer als die restliche Haut.

Hypertrophe Narbe (wulstige Narbe)

Bei der wulstigen Narbe handelt es sich um Narben welche, wie der Name schon andeutet, erhoben und wulstig sind. Sie entstehen kurz nach oder während der Heilung des verletzten Hautgewebes durch eine Überproduktion von Bindegewebsfasern. Es handelt sich meist um eine Folge von Hautverletzungen wie zum Beispiel größeren Schürfwunden, bei denen der Heilungsprozess gestört wurde, oder bei der Infektion dieser. Trotz der Harmlosigkeit dieser Narbenform, kann es zu einem Juckreiz im betroffenen Bereich kommen.

Narbenkeloid (wuchernde Narbe)

Das Narbenkeloid ist stark gerötet, großflächiger und geht mit Juckreiz und Druckschmerzen einher. Die Entstehung wird durch eine übermäßige Produktion von Bindegewebsfasern vorangetrieben und betrifft besonders Jugendliche und junge Frauen. Aufgrund der Wülste scheint diese Narbenform der hypertrophen Narbe sehr ähnlich zu sein, jedoch geht die Narbenbildung hier weit über die Wunde hinaus.

Therapie

Verschiedene Faktoren sind ausschlaggebend für die Methode die zur Behandlung herangezogen werden soll. Zu solchen Faktoren zählen unter anderem Ort der Narbe, Narbentyp und Fortschritt des Heilungsprozesses und der Narbenbildung. Es ist wichtig zu wissen, dass Narben nicht komplett entfernt werden können. In erster Linie geht es bei den Korrekturen drum, dass die Narben weniger auffallen und keine Schmerzen oder Juckreiz bringen.

Nicht operative Behandlungsmöglichkeiten: Narbenbehandlung mit Kortison

Diese Methode wird hauptsächlich bei wulstigen und wuchernden Narben verwendet, da durch das Kortison die Kollagenproduktion gehemmt wird und die Narben hiermit etwas flacher gehalten werden. Das Kortison wird direkt in das Narbengewebe gespritzt. Die Unterspritzungen findet in definierten zeitlichen Abständen statt.

Narbenbehandlung mit Medikamenten

Bestimmte Medikamente in Form von Gel, als Salben oder Cremen können verwendet um die Produktion vom Kollagen zu stoppen und das Gewebe weicher zu machen. Möglich ist das bei Medikamenten die zum Beispiel Kortison oder Vitamin-A-Säuren enthalten. Es ist wichtig diese medikamentöse Behandlung noch vor dem Entstehen der Narbe zu beginnen, sodass unschöne Narben verhindert werden.

Narbenbehandlung mit Silikon

Das Risiko, dass wulstige und wuchernde Narben entstehen kann mithilfe von Silikonpflastern, Silikonfolie oder Silikongel gesenkt werden.

Narbenbehandlung mit Massagen

Wenn die Wundheilung komplett abgeschlossen ist können Massagen in manchen Fällen dazu führen, dass die Narbe etwas kleinflächiger wird. Das ist möglich, da durch die ziehenden Bewegungen Verklebungen in dem Gewebe gelöst werden können und das Gewebe somit weicher wird.

Die operative Narbenkorrektur

Wenn all das nicht hilft und die Wundheilung ungünstig verläuft oder die Narbe an einer sichtbaren Stelle lokalisiert ist kommt eine operative Narbenkorrektur in Frage.

Der Eingriff dauert ungefähr eine Stunde, wobei das natürlich von der Narbe abhängig ist. Meist findet die Operation ambulant in Lokalanästhesie statt. In seltenen Fällen auch unter Vollnarkose, wenn der Eingriff sehr schmerzhaft oder komplizierter werden könnte. Die Narbe wird so gut wie möglich entfernt und das Gewebe wird anschließend zur Untersuchung eingeschickt. Anschließend wird die Haut von der die Narbe umgeben wird gelöst und schichtweise wieder zusammengenäht.

Die operative Narbenkorrektur: Nachbehandlung

Wenige Tage nach der Korrektur werden die Fäden gezogen. Danach ist es wichtig die geeignete Nachbehandlung konsequent durchzuführen. Dazu gehören unter anderem leichte Massagen und der Schutz vor der Sonne. Abgeheilt ist die Narbe dann, wenn die Rötung abklingt. Das ist meist nach wenigen Monaten der Fall. Je nach Narbenlokalisation ist es möglich, dass ein Rezidiv entsteht.
  • Tagesklinisch oder mit Übernachtung
  • In Lokalanästhesie oder Narkose (je nach Größe der Narbe und Wünschen des Patienten)
  • Kompressionswäsche: Bei manchen Narbenlokalisationen bis zu 2 Wochen
  • Schmerzen: kaum

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